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"Innerer Frieden liegt nicht darin,
alles loszulassen, sondern
sich allem verbunden zu fühlen."

Der Schatten

"Sieh Dir diese Schlampe an, wie sie sich an die Männer ranschmeißt!"
"Jetzt macht der Kerl schon wieder früher Feierabend. Schon wieder!"

"Was für ein arrogantes Arschloch! Wenn der nur den Mund aufmacht..."

"...verachtenswert. Ich würde mir das NIE ERLAUBEN!"
 

Der „Schatten“ stellt das Gegenstück zu unserem idealen Selbstbild dar. Er steht für die negativen, sozial unerwünschten und daher unterdrückten und unbewussten Züge der Persönlichkeit.

Das einwöchige Intensivseminar bietet die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen die persönlichen Schattenanteile zu erforschen, d.h. die abgelehnten Bedürfnisse, Wünsche und Energien kennen zu lernen und auf lustvolle und kreative Weise zu erleben.

Dies kann Dich dabei unterstützen, alte Projektionen loszulassen und Schattenanteile in die eigene Person zu integrieren.

Bitte beachte, dass die Heldenreise Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Schattenseminar ist.

Unsere Projektionen

Unserer „Schattenseite“ blicken wir oft dann ins Auge, wenn wir uns über andere Menschen aufregen oder übertrieben auf andere reagieren. Jemand, der z.B. pausenlos arbeitet und sich über die Faulheit der anderen beklagt, sehnt sich in seinem Innersten vielleicht nach einem unbeschwerteren Leben. Der andere erscheint uns vor allem deswegen finster oder suspekt, weil wir eine entsprechende Brille tragen, die ihn dunkel und unheimlich erscheinen lässt. Diesen Mechanismus bezeichnet die Psychologie als „Projektion“.

Persönlichkeitsanteile (Eigenschaften, Denk- und Erlebnisweisen) die wir uns ungern eingestehen oder Anteile, die wir nie richtig wahrgenommen haben, wurden ins Unterbewusstsein verdrängt. Dort entfalten sie meist eine erhebliche Dynamik und Wirksamkeit. Sie beeinflussen unsere Wahrnehmung, unser Verhalten, Denken und Fühlen. Wenn die Integration des Schattens unterbleibt, kommt es zu einer Projektion nach außen, auf Objekte, andere Personen oder Gruppen. Auf diese Weise entstehen u.a. Vorurteile, das bekannte „Sündenbock-Syndrom“ und auch Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Je mehr man diese Persönlichkeitsanteile ablehnt, verdrängt und auf andere projiziert, desto mehr werden dabei Teile der eigenen Person negativ bewertet, nicht erfahren und gelebt. Die damit verbundenen Bedürfnisse werden unterdrückt und aus dem Bewusstsein verdrängt.

Die Schattenmaske

Kreativer Schwerpunkt des Schattenprozesses ist die Entwicklung seiner eigenen Schattenmaske. In ihr bündeln sich all die Gefühle und Erfahrungen, die im Laufe unseres Lebens unseren „Schatten“ herausgebildet haben. Dieser „Schatten“ wird sehr oft auch zu einer Maske in unserem Leben. Nur noch „masken-“ und schablonenhaft reagieren wir auf viele Situationen in unserem Leben.

Durch die Bewusstwerdung dieses Mechanismus, dadurch, dass wir unseren Schatten lebendig werden lassen und am eigenen Leib erfahren, wird die Kraft wieder frei gesetzt, die zuvor durch die „unerlösten“ Persönlichkeitsanteile gebunden war. Diese ganzheitliche Erfahrung ermöglicht es, die meist schon in der Kindheit abgespaltenen Persönlichkeitsanteile wieder in die eigene Person zu integrieren. Zudem wächst ein Verständnis dafür, wie sehr das, was man an sich selbst nicht sehen möchte, unbewusst das eigene Erleben der Welt bestimmt. Statt andere mit Macht verändern zu wollen, können wir unsere Aufmerksamkeit auf die „Nachentwicklung“ unserer eigenen Schattenseiten richten. Der nächste Schritt im Schattenprozess ist dann das Abnehmen all unserer Masken. Plötzlich wird spürbar, was Leben und Begegnung ohne Masken sein kann.

Die Auseinandersetzung mit dem eigenen „Schatten“ erleichtert es einem, sich selbst und andere in aller Unvollkommenheit verstehen und annehmen zu lernen. Seine Integration in die Gesamtpersönlichkeit zählt nach C.G. Jung zu den zentralen Aufgaben des menschlichen Reifeprozesses.

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(Foto: therealbrute, Flickr)